Ungefähr vier von fünf älteren Hunden und 30 bis 90 % aller Katzen über sechs Jahre leiden an Arthrose. Aber auch fast 40 % der Hunde unter vier Jahre weisen bereits Gelenkverschleiß auf. Damit gehört diese Erkrankung zu den häufigsten Ursachen chronischer Schmerzen bei Haustieren.
Arthrose kann leider nicht geheilt werden und verschlimmert sich schleichend. Umso wichtiger ist es, erste Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Bewegungsapparat gezielt zu unterstützen.
Welche Anzeichen sollten Sie beachten?
Bitte führen Sie nie Veränderungen einfach auf das Alter Ihres Tieres zurück. Vereinbaren Sie bei Auffälligkeiten einen Termin und sprechen Sie uns an.
Typische Hinweise können sein:
Wie entsteht Arthrose?
Bei arthrotisch veränderten Gelenken baut sich die über den Knochenenden liegende schützende und stoßdämpfende Knorpelschicht ab und der Gelenkspalt wird enger. Schreitet diese Veränderung fort, berühren sich die Knochen und reiben bei Bewegung direkt aufeinander. Anders als das Knorpelgewebe ist der Knochen schmerzempfindlich.
Zeitgleich verflüssigt sich die Gelenksflüssigkeit durch den Entzündungsprozess und kann so nicht mehr ausreichend für ein reibungsloses Gleiten der Gelenkflächen aneinander sorgen. Außerdem wird der Druck nicht mehr gleichmäßig über die Gelenkfläche verteilt.
Hierdurch entstehen die Schmerzen bei Arthrose.
Welche Risikofaktoren gibt es?
Arthrotische Gelenksveränderungen, die als Folge von Knochenbrüchen oder Bänderrissen entstehen, lassen sich leider oft nicht vermeiden. Auch ist durch den progressiven Verlauf dieser Erkrankung klar, dass Probleme meist erst mit fortschreitendem Alter auftreten.
Die nachfolgend aufgeführten Risikofaktoren sind jedoch vermeidbar bzw. deutlich einzuschränken.
Stellen Sie bei der Auswahl Ihres Hundes, wenn möglich, sicher, dass die Elterntiere auf häufig vorkommende Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) und Kniescheibenluxation getestet wurden. Sind beide Elternteile nicht von diesen Erkrankungen betroffen, ist das Risiko minimal, dass Ihr Welpe später an diesen erkrankt.
Beachten Sie, dass auch bestimmte Katzenrassen zu Gelenkproblemen neigen: Scottish Fold leiden sehr häufig unter einer genetisch bedingten Knorpelanomalie, die zu schweren Arthrosen führt. Maine Coon neigen zu Hüftgelenksdysplasien (HD) und Devon Rex und Abessinier sind anfälliger für Kniescheibenluxationen.
Überlastung und Übergewicht belasten die Gelenke. Dies hat die schlimmsten Auswirkungen in der Wachstumsphase. Ein zu schnelles Wachstum durch zu viel Energiezufuhr Ihres Welpen muss daher unbedingt vermieden werden.
Übergewicht kann in jedem Alter unter anderem dazu beitragen, dass sich eine Arthrose überhaupt erst entwickelt, da das Fettgewebe neben der Gewichtsbelastung auf die Gelenke Hormone bildet, die Entzündungen verursachen.
Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?
Wie kommt man zur Diagnose?
Besteht der Verdacht auf Arthrose, führen wir neben der Allgemeinuntersuchung auch eine orthopädische Untersuchung durch. Häufig sind ergänzende Untersuchungen wie Röntgen- oder CT-Aufnahmen notwendig.
Ihr Tier ist ca. 8 Jahre alt oder älter?
Dann empfehlen wir zusätzliche eine Blutuntersuchung, da sich auch andere Krankheiten schleichend entwickeln und im Alltag lange unbemerkt bleiben. Dies lässt sich sehr gut zeitgleich durchführen.
Haben Sie eines der oben genannten Symptome bei Ihrem Hausgenossen bemerkt?
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.
Wir sind für Sie da!
